„Substanz und Lösungsansätze bekam die Diskussion durch die Stellungnahme des Stadtverordneten und Landespolitikers der Linken, René Wilke. Verständlich erläuterte er den Eltern den Prozess, der zu dem Entwurf der Stadtverwaltung führte. Demnach hatten die Stadtverordneten der Verwal­tung den Auftrag erteilt, mehr Einnahmen zu generieren. Dabei sollte die Mittelschicht jedoch entlastet werden. „Diese Vorgabe wurde ganz klar nicht erfüllt”, stellte René Wilke fest. Daher wird auch die Fraktion der Linken dem Vorschlag nicht zustimmen.

Doch die Überlegungen der Linken gehen sogar noch einen entscheidenen [sic] Schritt weiter: „Wir werden beantragen, die Gebührenerhöhung vorerst auszusetzen. Derzeit läuft eine Klage der Stadt gegen das Land Brandenburg zu den Kita-Berechnungsgrundlagen”, erklärte er den Anwesenden. Hier könnten Millionen gewonnen werden, die die jetzigen Berechnungen hinfällig werden ließen. „Ist die Erhöhung einmal beschlossen, wird sie wohl auch in einem besser situierten Haushalt nicht zurück genommen”, stellte René Wilke fest, „daher wollen wir das Urteil abwarten”.

Und noch eine weitere positive Nachricht konnte er den Eltern übermitteln: „Wir bereiten auf Landesebene jetzt die Beitragsfreiheit für das zweite Kind ab 2018 vor.” Eine Entlastung der Situation ist folglich in Sicht. Eine komplette Beitragsfreiheit jedoch würde das Land einige hundert Millionen Euro kosten. Alle Politikvertreter äußerten, dass sie dem Antrag der Linken zustimmen werden, um die Erhöhung auszusetzen.“ 

Offenes Gespräch über die Kitagebühren – Der OderlandKurier