Quelle: commons.wikimedia.org / Sebastian Wallroth / CC BY 3.0

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Habe heute in der Fragestunde der Landtagssitzung eine Anfrage zur geplanten Streichung der Museumspädagogik im Frankfurter Kleist Museum gestellt. Hier meine Pressemitteilung dazu:

Potsdam, den 10. Juni 2015

Die museumspädagogische Arbeit im Frankfurter Heinrich-von-Kleist-Museum muss fortgeführt werden, fordert der Frankfurter Abgeordnete und sozialpolitische Sprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE René Wilke. Er erklärt:

Bildung findet nicht nur in der Schule statt

Selbstverständlich muss auch Unterrichtsausfall in der Schule verringert werden. Das darf aber nicht zu Lasten jahrelanger engagierter außerschulischer Bildungsarbeit, wie sie im Kleist Museum praktiziert wird, geschehen. Gerade außerschulische Angebote bereichern den Unterricht – ob im Museum, in Umwelteinrichtungen oder in Gedenkstätten.

Am Frankfurter Kleist-Museum gibt es seit fast einem Jahrzehnt eine über die Oderstadt und Landesgrenzen hinaus anerkannte museumspädagogische Arbeit. Unzählige Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen sind hier für Literatur und Geschichte begeistert worden. Die Museumspädagogik ist Teil der Unterrichtsarbeit.

Die Koalition wird bis 2019 insgesamt 4.300 Lehrerinnen und Lehrer einstellen und damit 700 Lehrkräfte mehr, als aus dem System ausscheiden. Diese zusätzlichen Lehrkräfte sollen aus Sicht der LINKEN beispielsweise den Unterrichtsausfall reduzieren und auch für die wertvolle pädagogische und Bildungsarbeit in Museen, Gedenkstätten oder Umwelteinrichtungen genutzt werden.

Diese Stellen jetzt abzuziehen, halte ich für eine falsche Entscheidung. Es werden neue Lücken gerissen, die später schwer oder gar nicht zu stopfen sind. Auf meine Frage hin hat Bildungsminister Baaske in der heutigen Fragestunde des Landtages mehrfach die Bedeutung des Unterrichts an außerschulischen Lernorten hervorgehoben. Ich erwarte vom Bildungsminister, dass er seine Entscheidung rückgängig macht. Gerade für Frankfurt (Oder) und darüber hinaus ist die Arbeit im Kleist-Museum enorm wichtig und wird gebraucht.

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Die Anfrage in der heutigen Landtagssitzung

Stelle für Museumspädagogik

Seit neun Jahren gibt es im Heinrich-von-Kleist-Museum Frankfurt (Oder) eine Museumspädagogin. Sie bietet spezielle Führungen für Schülerinnen und Schüler durch die jeweils aktuelle Ausstellung des Hauses an und hat bereits hunderte Schülerinnen und Schüler kreativ und mit viel Engagement für Literatur begeistert. Wie jetzt bekannt wurde, soll für das kommende Schuljahr die Funktionsstelle für Museumspädagogik am Kleist-Museum ersatzlos gestrichen werden.

Ich frage die Landesregierung:

Welche Gründe hat die Landesregierung, die Stelle Museumspädagogik am Kleist-Museum ersatzlos zu streichen bzw. werden weitere Stellen Museumspädagogik im Land gestrichen?