11334249_1577927119098771_8548510740719119754_oHeute war ich den gesamten Tag auf der sehr gut besuchten Konferenz der Kindervereinigung Frankfurt (Oder) und des Kinderhilfswerks zu Kinderarmut in Frankfurt und Brandenburg. Ich durfte dort zu unserer bisherigen sozialpolitischen Arbeit im Landtag berichten. Viel spannender fand ich aber die Erfahrungsberichte von SozialarbeiterInnen, LehrerInnen, VertreterInnen von Trägern uvm.
Fünf erste, kurz zusammengefasste Schlussfolgerungen:

  • durch befristete Verträge gibt es zu oft Brüche in den wichtigen Beziehungsgeflechten.
  • es gibt eine Unmenge von Maßnahmen und Hilfsprogrammen. Eine Übersicht darüber hat aber niemand mehr. Diese Maßnahmenpakete müssen dringend evaluiert, gebündelt und leichter zugänglich gemacht werden, damit sie tatsächlich bei denen ankommen, die sie brauchen. Und als Instrumente für SozialarbeiterInnen genutzt werden können.
  • gerade in Problemlagen wie wir sie in Frankfurt haben, brauchen wir ein armutssensibles Umfeld, dass darauf ausgerichtet ist Nachteile auszugleichen und Chancengleichheit/Teilhabe zu gewährleisten.
  • Die Verwaltungsspitze hat eingeräumt, dass sie sich dem Thema nicht so angenommen hat wie das nötig gewesen wäre. Das wollen sie nun ändern. Wir nehmen sie beim Wort.
  • Das Maß an Kontroll- und Sanktionsmechanismen kostet Kraft, hält von der Nutzung notwendigen Hilfsangebote ab, stigmatisiert und zeigt vor allem: Wir vertrauen den Menschen nicht.

Es gäbe noch viel zu schreiben. Vor allem Dank an Norbert Leitzke für die erneute Initiative und den vielen Aktiven für ihre unermüdliche und aufopfernde Arbeit.

Deutsches Kinderhilfswerk e.V.: www.dkhw.de
Kindervereinigung mit Kindern für Kinder Frankfurt (Oder) e.V.: www.kindervereinigung-ffo.de