Heute in der Lausitzer Rundschau zur Frage wie ich zur Legalisierung von Cannabis stehe.

Hier mein vollständiges Statement:

Zur Legalisierung von Cannabis erklärt der Sprecher für Sozial-, Gesundheits-, Pflege- und Seniorenpolitik der Landtagsfraktion DIE LINKE. Brandenburg, René Wilke:

„Unser Ziel ist es, die Verbreitung von Suchtmitteln so gering wie möglich zu halten. Denn der Missbrauch von Drogen – sowohl von legalen als auch von illegalen – kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Dabei sagt die Einteilung in legale und illegale Drogen nichts über deren Gefährlichkeit aus.

Durch Verbote allein ist das aber nicht zu schaffen. Eine staatliche Regulierung des Cannabismarktes durch lizensierte Einrichtungen, unter Gewährleistung des Jugendschutzes, nach dem Vorbild der Niederlande kann jedoch nur auf Grundlage bundesgesetzlicher Regelungen erfolgen.

Drogenkonsumenten schlicht als Kriminelle zu betrachten, verhindert jede sinnvolle Drogenpolitik. Wir wollen und müssen die Konsumenten frühzeitig erreichen, damit Ihnen möglichst wenig gesundheitliche Schäden entstehen und wir ihnen optimal helfen können.

Auch Cannabis ist keine harmlose Droge und kann ebenso zur Abhängigkeit führen wie andere Substanzen. In Einzelfällen kann der Konsum psychische Erkrankungen auslösen. Deshalb sind spezielle Beratungs- und Therapieangebote für Cannabiskonsumenten notwendig. Brandenburg verfügt über ein gut ausgebautes Suchthilfesystem mit 28 ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen für Suchtkranke und über ein Landesprogramm zur Suchtprävention.

Unabhängig davon sollte Cannabis als Medizin weiter erforscht werden, um zu prüfen, ob Cannabis bei bestimmten Krankheiten, bei denen es keine therapeutische Alternative gibt, als Arzneimittel zugelassen werden kann.“

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