„In seiner Rede beschrieb René Wilke 2015 als ein Jahr der Entscheidungen.

Die nächsten fünf Jahre bestimmen nach Wilkes Ansicht darüber, ob der Stadt eine Trendwende zum Positiven hin gelingen werde. Darauf wolle er auch in der Landespolitik hinwirken.

„Wir sollten weg kommen von einer Politik, die sich vor allem an denen orientiert, die am lautesten rufen“, so Wilke: „Statt dessen müssen wir wieder mehr auf die schauen, die gar nicht mehr willens oder in der Lage sind, aufzuschreien.“

Vehement setzte René Wilke sich für die Flüchtlinge in Frankfurt (Oder) ein. „Die Welt braucht kein Frankfurt, das glaubt, dass 600 geflüchtete Menschen über Wohl und Wehe der Stadt entscheiden oder gar die Lebensqualität negativ beeinflussen“, erklärte er unter dem Beifall der Gäste.
Wenn am 17. Januar der oderstädtische Pegida-Ableger „an der Seite von stadt- und polizeibekannten, gewalttätigen Neonazis, unter dem Banner der Landesgrenzen von vor dem 2. Weltkrieg“ gegen Asylsuchende auf die Straße gehe, „brauchen wir von einer großen Mehrheit in unserer Stadt ein klares Zeichen für Weltoffenheit, Internationalität, Solidarität und Mitmenschlichkeit“.

Der grassierenden Angst und Resignation stellte Wilke „die Vision einer anziehenden, lebendigen Stadt, die Wärme ausstrahlt, nicht Kälte“, gegenüber – ein „Frankfurt für alle“, in dem Menschen gern leben. Das aber sei nur mit einem breiten bürgerschaftlichen Engagement möglich.“

zum Artikel