Anfrage

Medienberichten zu Folge soll der Ministerpräsident des Landes Brandenburg in seinem Grußwort im Rahmen der Festveranstaltung in der Konzerthalle zur Eröffnung der Ausstellung „Carl Philipp Emanuel Bach – Leben, Werk und Nachwirken“ das kulturelle Angebot in Frankfurt (Oder) als Wirtschaftsfaktor hervorgehoben haben. Gleichzeitig soll er die Zusage abgegeben haben, dass die Landesregierung dafür sorgen wird, den Kulturstandort Frankfurt (Oder) weiter zu stärken.

Ich frage die Landesregierung: Wie gedenkt die Landesregierung auf den Kulturstandort Frankfurt (Oder) auch in Zukunft zu unterstützen und weiter zu stärken?

Antwort

17. Dezember 2014

Der Kulturstandort Frankfurt (Oder) ist wichtiger und fester Bestandteil der brandenburgischen Kulturlandschaft und wir können mit einem gewissen Stolz auf das blicken, was Stadt und Land dort gemeinsam geschaffen haben. Ein aktuelles Beispiel ist die Konzerthalle mit der vom Ministerpräsidenten er- öffneten Ausstellung über den Namensgeber der Halle, Carl Philipp Emanuel Bach.

Frankfurt (Oder) ist mit dieser Ausstellung einer der fünf Player im nationalen Verbund der Bachstädte. Die Ausstellung wurde mit 60 000 Euro aus dem EFRE-Kulturinvestitionsprogramm meines Hauses gefördert.

Die neue Bach-Ausstellung stärkt auch das kulturtouristische Potential der Stadt Frankfurt (Oder) im Zusammenspiel mit den anderen kulturellen Einrichtungen. Hierzu gehören insbesondere das vom Land maßgeblich geförderte Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt, das Kleist-Forum, die KleistGedenkstätte, das Museum Junge Kunst und das Theater des Lachens.

Die Landesregierung will unter Berücksichtigung und Fortschreibung der kulturpolitischen Strategie diese vielseitige Kulturszene langfristig erhalten.

Das Land Brandenburg hat in einer ganzen Reihe von Gesprächen mit der Stadt Frankfurt (Oder), zuletzt bei den Kreisbesuchen 2014, deutlich gemacht, dass wir – insbesondere vor dem Hintergrund klammer kommunaler Kassen – an einer Stärkung des Kulturstandortes durch Erhalt und Konsolidierung der standortstärkenden Infrastruktur interessiert sind. Denn das Land ist der Überzeugung: Wo sich Kultur im Kontext von Bildung, regionaler Identitätsbildung, Tourismus, Innovation oder bürgerschaftlichem Engagement entwickelt, kann sich der Kulturbereich selbst besser aufstellen.

Über die tatkräftige Unterstützung in den bereits genannten Einrichtungen hinaus profitiert Frankfurt (Oder) auch maßgeblich von den landesseitig eingesetzten Instrumenten zur Stärkung der Brandenburger Kulturlandschaft. Hierzu gehören die Spielstättenförderung aus dem Finanzausgleichsgesetz, Projekte im Rahmen der Kulturland-Themenjahre oder auch die Kulturfeste der Stadt. Beispielhaft genannt sei das deutsch-polnische Festival „Musikfesttage an der Oder“.

Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Prof. Dr.-Ing. Dr. Kunst