Ein sehr fairer Artikel. Die Kritik kann ich tatsächlich nachvollziehen. Aber ein Koalitionsvertrag ist eine Zielbestimmung und das Mindeste dessen was gemacht wird. Kein fachpolitisches Grundsatzpapier und erst recht nicht das Ende der Fahnenstange.

„Der Linken-Landtagsabgeordnete René Wilke aus Frankfurt verteidigt das ausgehandelte Ergebnis. „Ich hätte mir zwar auch etwas mehr gewünscht. Allerdings haben wir im Koalitionsvertrag ein Minimum und kein Maximum festgeschrieben. Man muss ein Stück weit auch fair mit dem Papier umgehen und darf es nicht überfrachten“, erklärte Wilke.
Dass man eine Verbesserung des Personalschlüssels auch für 3- bis 6-Jährige erreichen konnte, wertet er als Verhandlungserfolg der Linken, „die SPD hatte dies nicht im Wahlprogramm zu stehen.“ Zugleich verweist er auf das vereinbarte kommunale Investitionsprogramm. 80 Millionen Euro sollen bis 2019 in die Bildungsinfrastruktur fließen, „und damit auch in die Sanierung von Frankfurter Kitas“, sagt Wilke.
Angesichts der Fülle an Vorhaben für die Legislaturperiode habe man Kompromisse finden müssen, um sie finanzieren zu können. „Das heißt nicht, dass die inhaltliche Diskussion zu den Verbesserungen der Kita-Bedinungen damit zum Abschluss gekommen ist. Sie steht erst am Anfang.“

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