Ich wurde heute von der MOZ zu meiner Position bzgl. der Kündigung und Neuvermietung von Central und Fratelli befragt. Ich kann und will die Geschäftstätigkeit/Restaurantkonzepte/Fähigkeiten der beiden in Rede stehenden ehemaligen und neuen Eigentümer nicht bewerten. Auch weiß niemand außer den direkt Beteiligten, wie die Vertrags-Verhandlungen tatsächlich abliefen. Versionen und Gerüchte gibt es mittlerweile weit mehr als es Beteiligte gibt. Wer will sich da anmaßen zu entscheiden was wahr und was unwahr ist?
Was ich aber sagen kann ist, dass die Wohnungswirtschaft als Vermieter und zugleich städtische Gesellschaft eine besondere Verantwortung für die Innenstadtentwicklung hat. Neben den rein finanziellen und wirtschaftlichen Aspekten muss sie das immer als hohe Priorität mit im Blick haben. Ich für meinen Teil bezweifle, dass 4 Restaurants, in einer Reihe, in der wichtigsten und besten Lage der Stadt, von einem Eigentümer, dafür so zuträglich sind. Angebotsvielfalt und auch Angebotswettbewerb um Qualität und Service sind wichtig. Und ich frage mich: Was passiert, wenn der neue Betreiber wirtschaftlich nicht erfolgreich ist? Das Risiko, dass 4 so wichtige gastronomische Einrichtungen – auch nur vorübergehend – leer stehen könnten, ist mir zu groß. Bei der Entscheidung über Vermietungen muss so etwas eine Rolle spielen.
Schon bevor dieses Thema aufkam, habe ich das Thema Innenstadtentwicklung, Strategien und Konzepte der WoWi und der Verwaltung in den Arbeitsplan des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Umwelt aufgenommen. Es folgt direkt auf die Sondersitzung zur Wirtschaftsförderstruktur. Voraussichtlich Anfang Oktober. Die Attraktivität und Angemessenheit der Mietpreise wird dabei dann auch eine Rolle spielen.